Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Bayern >> Dienstag, 21. M├Ąrz 17

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Bei dem Abbrucharbeiten ist ein Viertel der unterirdischen Keller der ehemaligen Peschl-Brauerei freigelegt worden. (Foto: Tobias Köhler)
"Urbanes Gebiet" auf Brauereiareal

Stadtrat bremst Bauhai D├╝sterdick

Passau - Acht Bauvorhaben von Heining bis Hacklberg sind heute Nachmittag vom Stadtratsgremium f├╝r Stadtentwicklung und Verkehr durchgewunken worden. Das neunte wurde ├╝berraschend ausgebremst: Der Antrag des D├╝sseldorfer Bauspekulanten Mathias D├╝sterdick (Gerch-Group) f├╝rs Areal der ehemaligen Peschlbrauerei kam nicht zur Abstimmung. Das Mammutprojekt (90 Millionen) geht zur Beratung zur├╝ck in die Fraktionen.

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"Wer bremst diesen Bauhai?", fragt B├╝rgerblick in der aktuellen Ausgabe. Auf acht Seiten wird der Boom im Wohnungsbau beleuchtet und analysiert.
Aufatmen bei der Stadtverwaltung und vielen Stadtr├Ąten der Opposition, die vor der massiven Bebauung gewarnt haben. Denn D├╝sterdicks Architekt Holger R├╝bsamen will von seinem Modell nicht abr├╝cken: sieben verschachtelte Wohnbl├Âcke, klein gerechnet Wohnraum f├╝r rund 900 B├╝rger. Der Bahnl├Ąrm m├╝sste m├Âglicherweise mit einer f├╝nf Meter hohen Plexiglaswand gemindert werden, um f├╝r die nahe der Bahnlinien gelegenen Geb├Ąudeteile die gesetzlichen Vorgaben zuu erf├╝llen.

Es war ├ľDP-Stadtrat Paul Kastner, der vor der Abstimmung den Antrag stellte, dieses Bauvorhaben zur Beratung in die Fraktionen zu verweisen. Er hatte bem├Ąngelte, dass ein von seiner Partei am 23. Januar gestellter Antrag, einen st├Ądtebaulichen Wettbewerb voranzuschicken, bis heute ├╝bergangen worden sein. Zustimmendes Nicken kam auch von der CSU gegen├╝ber.

ÔÇ×Wer bremst diesen Bauhai?ÔÇť, fragt dieses Lokalmagazin in seiner aktuellen gedruckten Ausgabe auf der Titelseite. Es zeigt in einer Fotomontage Mathias D├╝sterdick von der D├╝sseldorfer ÔÇ×GerchgroupÔÇť vor dem Abrissgel├Ąnde der Peschlbrauerei. Die Titelgeschichte beschreibt die Spannungen und Konflikte, welche Oberb├╝rgermeister J├╝rgen Dupper erzeugt hat. Er hatte gef├╝hlt f├╝r D├╝sterdick den roten Teppich ausgerollt.

Kastner h├Ątte vielleicht ├╝berhaupt nicht auf die Bremse treten m├╝ssen, denn bei dieser Sitzung zeigte sich Dupper wie verwandelt. In seiner Anmoderation zum Bauprojekt D├╝sterdick warb er nicht f├╝r Zustimmung, sondern f├╝r Distanz: D├╝sterdick habe einen Antrag auf sogenanntes "urbanes Gebiet" gestellt. Dabei handelt es sich um eine neue Form, f├╝r welche in Berlin gerade ein Gesetz verabschiedet wird. "Urbanes Gebiet" erlaubt Wohngebiete zweiter Klasse, in der N├Ąhe von Gewerbegebieten, in denen der Immissionsschutz nicht so streng genommen wird.

Als Beobachter f├╝r D├╝sterdick sa├č in der Zuschauerreihe ein Passauer Makler, der sich Notizen machte. Er wird heute Abend der ├ťberbringer der schlechten Botschaft sein. "Dupper bewegt sich, ich bin baff", sagte ein Stadtrat, der dem Ausschuss nicht angeh├Ârt, aber des brisanten Themas wegen als Zuh├Ârer gekommen war. 

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Bauarbeiter "Mich" aus Bischofsmais begleitet mit einer Baulampe den Fotografen durch die alten Brauereikeller. (Foto: Tobias K├Âhler)
B├╝rgerblick-Fotograf Tobias K├Âhler hat w├Ąhrend der Sitzung den Schauplatz der Abbrucharbeiten besucht. Bis auf das Hautpgeb├Ąude und den Brauereikamin ist alles plattgemacht. Ein Viertel des alten Brauereikellers ist freigelegt worden, gro├če unterirdische Gew├Âlbe, welche im Zweiten Weltkrieg teilweise als Bunker dienten. 

 
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