Sonntag, 27. Mai 2018
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Lokalnachrichten >> Samstag, 04. März 17

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Was kommt denn da? Der schwarze VW-Kombi treibt am Dreiflusseck die Donau hinab. (Foto: Philip Regnier/ Bürgerblick)
Sturz √ľber Kaimauer

Bei Dreifl√ľsserundfahrt schwimmt Auto mit

Am Er√∂ffnungstag der Dreifl√ľsserundfahrten hat ein schwimmendes Auto dem Fahrtgastschiff ‚ÄěMS Sissi‚Äú die Schau gestohlen. Der schwarze VW-Passat-Kombi war zum Entsetzen seines Besitzers nahe dem Dreiflusseck in die Donau gerollt. Platsch!

Der 53-j√§hrige Mann aus Th√ľringen hatte den schwarzen Mietwagen im ‚ÄěOrt‚Äú auf einem der Parkpl√§tze an der Kaimauer beim griechischen Restaurant ‚ÄěKorfu‚Äú geparkt, um Ware auszuladen. Der Polizei hat er sp√§ter versichert, dass die elektronische Handbremse ordnungsgem√§√ü angezogen gewesen sei. Doch pl√∂tzlich habe sich das Auto selbstst√§ndig gemacht. Mit ge√∂ffneter Heckklappe, die restlichen Kartons auf der Ladefl√§che, st√ľrzte es gegen 12.30 Uhr mit der Front voran √ľber die Kaimauer und trieb davon.

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Von der "MS Sissi" aus fotografierte ein M√ľnchner Tourist den Wagen, wie dieser Backbord vorbeitrieb. (Foto: Philip Regnier/ B√ľrgerblick)
Es gab an diesem warmen fr√ľhlingshaften M√§rzsamstag viele Schaulustige. Erst z√ľckten an der Ortspitze Spazierg√§nger ihre Handys ob des spektakul√§ren schwimmenden Gef√§hrts, sp√§ter Passagiere vom Dreifl√ľsserundfahrtschiff ‚ÄěMS Sissi‚Äú. Das Fahrtgastschiff war am Er√∂ffnungstag der Saison auf seiner dritten Rundfahrt. ‚ÄěAls wir in den Inn drehten, schwamm das Auto an uns vorbei‚Äú, schreibt ein M√ľnchner Tourist, der mit seiner Tochter an Bord war. Passend zum Kinderlied ‚ÄěAlle meine Entchen‚Äú hatte der VW sein "K√∂pfchen in das Wasser" getaucht - die schwere Frontpartie mit dem Motor - und das "Schw√§nzchen in die H√∂h¬ī" - das Heck mit der offenen T√ľr ragte auf.

Die alarmierten Einsatzkr√§fte, darunter Polizei, Wasserwacht und Feuerwehr, verfolgten das treibende Fahrzeug vom Ufer aus und auf dem Fluss mit f√ľnf Booten. Das 1,7 Tonnen schwere Fahrzeug zu stoppen oder zu sichern, war nicht m√∂glich. Nach etwa 1,5 Kilometern, in H√∂he des "Rosen-Caf√©s", versank es ziemlich rasch in der Tiefe. Etwa zehn Minuten lang hatte es sich auf der Donau √ľber Wasser gehalten. 

Kurzfristig war die Schifffahrt eingestellt worden, bis sich diese Ma√ünahme als unn√∂tig herausstellte. Das Auto war mitten in der Fahrrinne versunken; die Donau misst dort 18 bis 20 (irrt√ľmliche Angabe der Wasserschutzpolizei) bis zu acht Metern Tiefe. Ob das Fahrzeug geortet und geborgen wird, ist eine Frage des Aufwands. Am Donaugrund verrotten in diesem Flussbett wahrscheinlich mehrere Autowracks. Nach einem katastrophalen Starkregen im vergangenen Sommer waren mehrere Fahrzeuge vom Haibach mitgerissen und in die Donau gesp√ľlt worden. Drei sind nicht mehr aufgetaucht.

 
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