Dienstag, 22. August 2017
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Lokalnachrichten >> Dienstag, 14. Februar 17

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Die Bushaltestelle am Kirchenplatz: Knoten für den öffentlichen Nahverkehr. (Photo: mediendenk)
Entscheidung im Stadtrat

Bushaltestelle fĂŒr Verkehrsfluss opfern?

Was ist in einer Innenstadt wichtiger: ein bĂŒrgerfreundlicher Nahverkehr oder ein ungehinderter Verkehrsfluss? Nach einer teilweise kuriosen Debatte haben die Passauer StadtrĂ€te mit elf gegen zwei Stimmen einen Antrag der "Passauer Liste" abgelehnt, in der Innstadt eine Bushaltestelle zu streichen.

Der Stadtbus Richtung Achleiten hĂ€lt nach der MarienbrĂŒcke im kurzen Abstand zwei Mal: an einer buchtlosen Haltestelle bei der Kirche St. Gertraud und 120 Meter weiter in der Haltebucht an der ansteigenden Mariahilfstraße gegenĂŒber dem Feuerwehrhaus. Stadtrat Matthias Koopmann von der „Passauer Liste“, wegen neuer Wohngebiete einen verstĂ€rkten Verkehr befĂŒrchtend, hatte den Antrag gestellt, auf den Busstop am Kirchenplatz zu verzichten. Er griff den entsprechenden Wunsch einer BĂŒrgerversammlung auf.

Haltestelle fĂŒr KirchgĂ€nger

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Ein Stadtbus fĂ€hrt am Kirchenplatz vorbei. Die Haltestelle gilt nur fĂŒr die Buslinie stadtauswĂ€rts. (Photo: mediendenk)
Doch die Stadtratskollegen bremsten Koopmann mit vielen Argumenten aus.

  • FahrgĂ€ste, welche dann die entferntere Haltestelle benutzen mĂŒssten, behinderten ebenso den Verkehr. Sie mĂŒssten eine weitere Straße und einen Zebrastreifen ĂŒberqueren.
  • Älteren BĂŒrgern kurze Wege zum Bus zu ermöglichen, sei menschenfreundlich und wichtig. Zwei Stichproben haben ergeben, dass ein Drittel der 50 bis 100 Aussteiger am Kirchenplatz Senioren waren. FĂŒr 120 Meter braucht ĂŒbrigens ein langsamer FußgĂ€nger zweieinhalb Minuten.
  • Der Leiter des Ordnungsamtes, Ansgar Grochtmann, verlas einen Brief von Pater Legawiec Mirko, der Stadtpfarrer, demnach diese Bushaltestelle am hĂ€ufigsten von sonntĂ€glichen KirchgĂ€ngern benutzt werde. Er setzte sich fĂŒr deren Erhalt ein.

Koopmanns Konter
Koopmann konterte mit Zynismus. Wer den öffentlichen Nahverkehr nutzt, dem sei eine „GrundrĂŒstigkeit“ gegeben. Wer die schmalen Gehwege der Innstadt meistere, dem könne auch der Gang durch die gefĂ€hrlich enge Mariahilfgasse zugemutet werden. Seine vorgeschlagene Alternative, der Fußweg ĂŒber das ReitergĂ€sschen, ist ein Umweg von 40 Metern.

Diese Bushaltestelle aufzulösen war bereits 2005 in diesem Verkehrsausschuss erfolglos beantragt worden.


Die weiteren BeschlĂŒsse dieser Sitzung:
Tempo 30, Maidult, Sonntagseinkauf

  • In der Innstadt wird die Tempo-30-Zone von der Jahnstraße ĂŒber den Friedhof bis zu der Staatsgrenze in der Voglau erweitert.
  • Wer im Umfeld des MaildultgelĂ€ndes Alkohol konsumiert, kann kĂŒnftig auch mit Bußgeld belangt werden. Das Verbot soll verhindern, dass sich Jugendliche vor der Maidult  mit mitgebrachten GetrĂ€nken treffen und einen Rausch ansaufen, um sich das Geld fĂŒr die teure Maß zu sparen.
  • Der verkaufsoffene Sonntag wird auf Antrag des City-Marketingvereins vorverlegt auf den 2. April, weil sich der geplante Termin mit der Sonntagsveranstaltung „Rad Total“ ĂŒberschnitten hĂ€tte. Vertreter von SPD und ÖDP merkten dabei an, verkaufsoffene Sonntage seien ein ĂŒberholtes Gewohnheitsrecht.
 
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