Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Lokalnachrichten >> Dienstag, 14. Februar 17

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Die Bushaltestelle am Kirchenplatz: Knoten für den öffentlichen Nahverkehr. (Photo: mediendenk)
Entscheidung im Stadtrat

Bushaltestelle f├╝r Verkehrsfluss opfern?

Was ist in einer Innenstadt wichtiger: ein b├╝rgerfreundlicher Nahverkehr oder ein ungehinderter Verkehrsfluss? Nach einer teilweise kuriosen Debatte haben die Passauer Stadtr├Ąte mit elf gegen zwei Stimmen einen Antrag der "Passauer Liste" abgelehnt, in der Innstadt eine Bushaltestelle zu streichen.

Der Stadtbus Richtung Achleiten h├Ąlt nach der Marienbr├╝cke im kurzen Abstand zwei Mal: an einer buchtlosen Haltestelle bei der Kirche St. Gertraud und 120 Meter weiter in der Haltebucht an der ansteigenden Mariahilfstra├če gegen├╝ber dem Feuerwehrhaus. Stadtrat Matthias Koopmann von der ÔÇ×Passauer ListeÔÇť, wegen neuer Wohngebiete einen verst├Ąrkten Verkehr bef├╝rchtend, hatte den Antrag gestellt, auf den Busstop am Kirchenplatz zu verzichten. Er griff den entsprechenden Wunsch einer B├╝rgerversammlung auf.

Haltestelle f├╝r Kirchg├Ąnger

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Ein Stadtbus f├Ąhrt am Kirchenplatz vorbei. Die Haltestelle gilt nur f├╝r die Buslinie stadtausw├Ąrts. (Photo: mediendenk)
Doch die Stadtratskollegen bremsten Koopmann mit vielen Argumenten aus.

  • Fahrg├Ąste, welche dann die entferntere Haltestelle benutzen m├╝ssten, behinderten ebenso den Verkehr. Sie m├╝ssten eine weitere Stra├če und einen Zebrastreifen ├╝berqueren.
  • ├älteren B├╝rgern kurze Wege zum Bus zu erm├Âglichen, sei menschenfreundlich und wichtig. Zwei Stichproben haben ergeben, dass ein Drittel der 50 bis 100 Aussteiger am Kirchenplatz Senioren waren. F├╝r 120 Meter braucht ├╝brigens ein langsamer Fu├čg├Ąnger zweieinhalb Minuten.
  • Der Leiter des Ordnungsamtes, Ansgar Grochtmann, verlas einen Brief von Pater Legawiec Mirko, der Stadtpfarrer, demnach diese Bushaltestelle am h├Ąufigsten von sonnt├Ąglichen Kirchg├Ąngern benutzt werde. Er setzte sich f├╝r deren Erhalt ein.

Koopmanns Konter
Koopmann konterte mit Zynismus. Wer den ├Âffentlichen Nahverkehr nutzt, dem sei eine ÔÇ×Grundr├╝stigkeitÔÇť gegeben. Wer die schmalen Gehwege der Innstadt meistere, dem k├Ânne auch der Gang durch die gef├Ąhrlich enge Mariahilfgasse zugemutet werden. Seine vorgeschlagene Alternative, der Fu├čweg ├╝ber das Reiterg├Ąsschen, ist ein Umweg von 40 Metern.

Diese Bushaltestelle aufzul├Âsen war bereits 2005 in diesem Verkehrsausschuss erfolglos beantragt worden.


Die weiteren Beschl├╝sse dieser Sitzung:
Tempo 30, Maidult, Sonntagseinkauf

  • In der Innstadt wird die Tempo-30-Zone von der Jahnstra├če ├╝ber den Friedhof bis zu der Staatsgrenze in der Voglau erweitert.
  • Wer im Umfeld des Maildultgel├Ąndes Alkohol konsumiert, kann k├╝nftig auch mit Bu├čgeld belangt werden. Das Verbot soll verhindern, dass sich Jugendliche vor der Maidult  mit mitgebrachten Getr├Ąnken treffen und einen Rausch ansaufen, um sich das Geld f├╝r die teure Ma├č zu sparen.
  • Der verkaufsoffene Sonntag wird auf Antrag des City-Marketingvereins vorverlegt auf den 2. April, weil sich der geplante Termin mit der Sonntagsveranstaltung ÔÇ×Rad TotalÔÇť ├╝berschnitten h├Ątte. Vertreter von SPD und ├ľDP merkten dabei an, verkaufsoffene Sonntage seien ein ├╝berholtes Gewohnheitsrecht.
 
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