Montag, 27. März 2017
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Zum BĂĽrgerblick Nr. 100

Kein Jubiläumsrausch

Liebe Leserinnen und Leser, von überschwänglichen Gratulationen bitten ich höflich Abstand zu halten.100 Ausgaben Bürgerblick sind zweifellos ein kleiner Sieg für die Pressefreiheit in einer Provinzstadt mit Monopolpresse, aber kein Grund für mich, in einen Jubiläumsrausch zu verfallen. Ich gratuliere Ihnen: Als zahlender Leser und werbender Kunde haben Sie mir den Traum einer eigenen Zeitung erfüllt.

Es ist eine Marketingmarotte geworden, jede Zahl mit 0 oder 5 am Schluss mit Lorbeeren zu umkränzen und zu feiern. Es sind künstliche Aufhänger für Aktionsfeuerwerke, Geschichtsrückblicke und Rabattschlachten. Bei uns gibt´s nichts geschenkt, im Gegenteil: Das gedruckte Einzelheft am Kiosk kostet ab jetzt 3,50 Euro. Belohnt werden unsere treuen Leser: Im Abonnement bleibt alles beim Alten.

100 Ausgaben Bürgerblick bedeuten übrigens bei diesem Magazin ein elfjähriges Bestehen, weil wir in der schwierigen Startphase Aussetzer hatten. Heute sind die vielen Prozesse, die uns Großkopferte eingebrockt haben, alle ausgestanden, bis auf einen: Wir versuchen mithilfe unseres Hausjuristen Dr. Klaus Rehbock den letzten Maulkorb abzustreifen, den uns der Augsburger Millionär Schottdorf („Untersuchungsausschuss Labor“) umgehängt hat: Bürgerblick ist ein Fall für das Bundesverfassungsgericht. Wenn das keine Jubiläumsnachricht ist!

Ein Stadtführer von 1908 ist mir in die Hände gefallen. Da habe ich mir gedacht, die 100 ist ein guter Aufhänger, das alte Passau zu beleuchten.

Ihr Hubert Jakob Denk     

(Editorial, erschienen in der Ausgabe Nr. 100/ November 2016)

 
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