Do, 09. Sep 2010

Panorama >> Sonntag, 28. Februar 10

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Überwachte Grenzen wegen des Geiselnehmers: Auch an der Grenze in Achleiten bei Passau hat ein Polizeiwagen Position bezogen. (Photos: Tobias Köhler für mediendenk)
GROßFAHNDUNG

Wiener Geiseldrama führt bis nach Bayern

Passau/ Wien - Stundenlang standen am Samstag Polizeiposten in Alarmbereitschaft an den bayerisch-österreichischen Grenzen zwischen Passau und Braunau am Inn: Ein 37-jähriger Wiener war mit seinem neunjährigen Sohn als Geisel im Grenzgebiet unterwegs, hatte per SMS gedroht „nur ein Kopfschuss kann ihn stoppen“.

Der Vater war nach einem Streit mit seiner Ex-Frau ausgerastet, hatte den Buben als „Druckmittel“ entführt und drohte mit ihm in den Tod zu rasen.

Die Flucht ging bei Neuhaus am Inn auch über die Grenze nach Bayern. Bis zu 50 Beamte der Sondereinsatzkommandos beider Ländern waren teilweise an der Fahndung beteiligt.

Die Spur verlor sich, als der Mann sein Handy abschaltete und die SIM-Karte deaktivierte. „Bitte rufen Sie Ihre Mailbox ab oder rufen Sie folgende Nummer an…“, wandte sich die österreichischen Sicherheitsbehörden mit einem öffentlichen Aufruf an ihn. Vergeblich.

In Geinberg, einem oberösterreichischen Heilbadort, rund 20 Kilometer von der bayerischen Grenze entfernt, wurde sein Auto schließlich auf einem Parkplatz entdeckt.

Der Fall nahm nach 24 Stunden ein unblutiges Ende. Der Vater, der entgegen seiner Androhungen unbewaffnet war, ließ sich auf dem Parkplatz widerstandslos festnehmen; sein Sohn wartete unversehrt in einem Café.

 

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