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Wählen Sie den Passauer, der in Berlin was zu sagen hat - schreibt die freche Werbeagentur von Dr. Max Stadler (FDP), feine Breitseite gegen CSU-MdB Andreas Scheuer. (Photo: Tobias Köhler)
Gelb-schwarze Wahlkampfsatire

FDP-Stadler stichelt gegen CSU-Scheuer

Passau/ Berlin - Eine schwarz-gelbe Wahlkampfsatire zündet in Niederbayern den Koalitionskrieg weiter an. Ein angesehener FDP-Politiker schießt gegen einen CSU-Kollegen.

„Wählen Sie den Passauer, der in Berlin was zu sagen hat“. Eine gelbe Spielfigur steht am Rednerpult, die schwarzen, roten und grünen reden laut Sprechblasen nur „Bla, Bla“. Hat also nur einer wirklich das Sagen?

Weil in der Bundeshauptstadt drei Abgeordnete aus Passau vertreten sind, weiß jeder, dass hier ein persönlicher Zweikampf ausgetragen wird: FDP-Bundestagsabgeordneter Dr. Max Stadler verhöhnt seinen CSU-Kollegen Andreas Scheuer als Dampfplauderer. Vor allem in Wahlkampfzeiten hebt der schwarze Feger seinen Prager Doktortitel wieder hervor. Die dritte im Bunde ist Jella Teuchner, eine SPD-Abgeordnete, die - siehe auch die erste Fassung unser Beitrags - gerne übersehen wird.

Während Dr. Max Stadler als Experte im Sicherheitsausschuss, vom Thema Bundeswehreinsatz bis zur Schiffspiraterie, ein gefragter Gesprächspartner bei Journalisten ist, versucht Scheuer als „gläserner Abgeordneter“ mit einem virtuellen Tagebuch im Internet zu punkten.

Für die FDP-Plakataktion hat der eher als ernsthaft und seriös auftretende Liberale einen der frechsten Köpfe der Werbebranche beauftragt: den Passauer Karl-Heinz Hasenöhrl, ehemals verheiratet mit einer SPD-Stadträtin, von der Münchner Agentur „neophyten“. Nur wenige Eingeweihte wissen, dass er auch die Internetseite www.wahlinfo-passau.de betreibt. Mit bissiger Satire nimmt er hier Lokalpresse und Politiker aufs Korn und bewegt sich manchmal auch am Rande des guten Geschmacks.

Auf dieser privaten Spielwiese hat sich der „Präsident“, wie sich Hasenöhrl dort nennt, den Abgeordneten Scheuer als Zielscheibe ausgewählt. Er zeigt ihn in frechen Fotomontagen, als „Verkehrsexperten“ mit freizügigem Dekolleté und Perlenkette oder inmitten von Bikini-Models als Einladung für seine Wählerinnen zum „Frauenfrühstück“.

 
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