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Fünf Todesopfer: Das bayerische Flugzeugwrack in den Weinbergen von Elba.
Luftfahrtunglück

Flugzeugabsturz auf Elba: Kinderärztin aus Aidenbach verliert zwei Söhne und Ehemann

Der Aidenbacher Internist Dr. Peter Fricke (52) war ein Arzt aus Leidenschaft: Ob im Balkankrieg, bei der Flutkatastrophe in Südostasien oder irgendwo im Elend der Dritten Welt - mit persönlichem Einsatz und seinem medizinischen Flugdienst Mediair war er als Helfer immer ganz vorne dabei. Jetzt wurden er, zwei seiner drei Söhne (im Foto Giulio, 23, und Manuel, 13) und deren Begleiter durch ein tragisches Unglück aus dem Leben gerissen. Auf dem Heimflug von Italien stürzte seine Maschine, eine Piper 46 Malibu, wenige Sekunden nach dem Start in einen Weinberg der Insel Elba.

Augenzeugen wollen an der abstürzenden Maschine Rauch gesehen haben. Als Ursache wird ein Motorschaden vermutet. Nach Angaben italienischer Medien hatte der Pilot noch verhindert, dass das einmotorige Flugzeug über bewohntem Gebiet niederging.

Am Wochenende hatten sich die Wege der Arztfamilie getrennt: Während die Ehefrau, eine Kinderärztin, mit Tochter Alba in Aidenbach blieb, um der großen 300-Jahr-Feier des Marktes beizuwohnen, flog der Internist am Freitag vom Flughafen Vilshofen aus mit seinen Söhnen Manuel (13), Christian (19) und Giulio (23) nach Elba. Mit an Bord: Giulios Freundin Valerie (20), eine Studentin, und ein Gastschüler (14) aus Sri Lanka.

Sonntagabend hatte man die Maschine gegen 21 Uhr in Vilshofen zurück erwartet.

Als einziger Überlebender war der jüngste Sohn Manuel in ein Krankenhaus aufs Festland eingeliefert worden. Dort fiel er in ein Koma und starb tags darauf.

Dem Unglück entging nur Christian, der auf Elba geblieben war. Die Familie baute sich hier ein Feriendomizil.

In Aidenbach hatte sich das Ärzteehepaar vor zehn Jahren eine alte Villa mit Park gekauft. Es wurde ihr Wohnsitz und Ärztehaus. Sieben Angestellte und ein Assistenzarzt kümmerten sich, dass hier auch am Tag nach dem Unglück Patienten versorgt wurden.

Die Kinderärztin war noch am Unglückstag nach Italien gereist, um ihren jüngsten Sohn Manuel in der Klinik beizustehen und Christian zu trösten.

 
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