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Todeskandidat Abdul Rahman: In Passau und Nürnberg liegen Akten seines erfolglosen Asylantrages vom Februar 2000.
Asylbewerber

Akte Abdul Rahman: BeschÀmendes Schweigen in Bayern

Warum hat vor sechs Jahren das Bundesamt fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge in NĂŒrnberg den Asylantrag des Afghanen Abdul Rahman abgelehnt? Eine berechtigte und brisante Frage, denn damals schon war der Moslem zum christlichen Glauben ĂŒbergetreten. Die Pressesprecherin der Behörde, Claudia Moebius, ließ die Anfrage erst mal liegen und wich dann einer Antwort aus. „Ich kann dazu nichts sagen, das unterliegt dem Datenschutz“.

Wenn sie mit "Datenschutz" den Schutz ihrer Behörde vor einer Anfrage mit öffentlichem Interesse meint, hat sie recht. Der Schutz der Person Abdul Rahman kann nicht gemeint sein. Er lag der Behörde offenbar schon im Jahr 2000 nicht am Herzen. Die GrĂŒnde, warum ihm der Aufenthalt im christlichen Bayern versagt wurde, sollten besser im Dunkeln bleiben.

"Das Bundesamt ist fĂŒr viele Menschen das Tor zur Bundesrepublik Deutschland", heißt es auf der Internetseite. FĂŒr den Christen und Asylbewerber Rahman wurde es zur Mauer.

Der Fall des zum Tode verurteilten Rahman ging durch die Weltpresse. Er entkam den Henkern in Afghanistan, weil sich alle westlichen Politiker und selbst der Papst fĂŒr ihn einsetzten.

Das Bundesamt in NĂŒrnberg will die deutsche Akte des ehemaligen Asylbewerbers nicht offenlegen. Es könnte manchem den Spiegel der Heuchelei vorhalten.

 
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