Wenn Passau Mozart feiert, können Salzburg und Wien ruhig neidisch werden.
Das Barockfeuerwerk zu Mozarts 250. Geburtstag lockte Hunderte Passauer bei minus 8 Grad an den nächtlichen Inn. Der Fünferlsteg, pittoreskes Brückenbauwerk, war Bühne für das viertelstündige, prachtvolle Farbenspiel am sternklaren Nachthimmel.
Die Menschen schwiegen und staunten beglückt. Die besten Logenplätze gab es am Cafe Innsteg. Fackeln, Heizstrahler und Glühwein wärmten gegen die klirrende Kälte.
Zum Finale ergossen sich Silberfunken wie ein Wasserfall von der Brücke in den Fluss und bengalische Feuer schrieben die Jubiläumszahl. Schade nur, dass die Lautsprecheranlagen zu schwach waren, die Musik der Jupitersymphonie gut hörbar über die Ufer zu übertragen.
„Wie müssen die erst in Salzburg und Wien feiern, wenn das hier schon so abgeht“, schwärmte ein Student.
Was hat Passau mit Mozart zu tun? Als Sechsjähriger trat er 1762 auf der Durchreise nach Linz vor dem Passauer Fürstbischof auf. Der Wunderknabe verweilte mit seinem Vater Leopold fünf Tage in der Stadt.
Das Feuerwerk verdanken die Passauer dem Festspiel-Intendanten Dr. Pankraz Freiherr von Freyberg. Die 54. Europäischen Wochen (16. Juni bis 23. Juli) sind dieses Jahr Mozart gewidmet.
Die wichtigsten Lebensdaten von Mozart.